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Über mich

Mein Weg – getragen vom Atem

Felicia Bettschart

Meinen ersten Atemzug machte ich am 5. Oktober 1968. Seit diesem Moment begleitet mich der Atem durchs Leben – lange Zeit recht unbewusst, heute in fast täglicher Praxis mit tiefer Achtsamkeit und Dankbarkeit. 
 

Aufgewachsen bin ich in der Region Einsiedeln. Mit einigen Abstechern – unter anderem lebte ich drei Jahre mit meiner Familie in Singapur – wohne ich seit rund 50 Jahren in diesem Hochtal. Ich fühle mich hier zutiefst verwurzelt: mit der kraftvollen Natur ebenso wie mit dem Kloster Einsiedeln. Dort habe ich meine Schulzeit verbracht, und seit über 40 Jahren singe ich im Stiftschor – eine Verbindung, die mich innerlich trägt und prägt.
 

Während unserer Zeit in Singapur lernte ich Yoga kennen und lieben. Diese Begegnung war wegweisend. Ich absolvierte eine Yogaehrerausbildung in Indien und unterrichtete später Yoga an der Stiftsschule sowie in einem  Yogastudio in Einsiedeln. Yoga, Atem und Meditation wurden zu festen Säulen meines Lebens.
 

Das Jahr 2023 stellte mich vor grosse Herausforderungen. Viele Belastungen liessen mein Nervenkostüm immer dünner werden, und ich spürte deutlich: Es braucht eine Veränderung. Mein inneres Gefühl führte mich zur bewussten Atmung. Ich entdeckte auf dem Internet einen Atemlehrgang bei Daniel Alan und kam zum ersten Mal mit Conscious Connected Breathing in Berührung – einer Atemtechnik, die in Breathwork-Sessions angewendet wird. Diese Erfahrung traf mich mit voller Wucht. Es war, als würde ein inneres Feuerwerk gezündet: intensiv, herausfordernd, tief berührend. Ich wusste sofort, dass ich hier etwas ganz Wesentlichem begegnet war.
 

Einige Monate später – nachdem das Welttheater Einsiedeln 2024 zu Ende gespielt war – begann ich die Breathwork-Ausbildung bei Daniel Alan. Nach dem zweiten Seminarblock erhielt ich eine Krebsdiagnose. Das Jahr 2025 verlief daraufhin ganz anders als geplant. Statt Breathwork-Sessions zu leiten, war ich mit Operation, Chemotherapie und Bestrahlung konfrontiert. Dank der liebevollen Unterstützung von Menschen in meinem Umfeld sowie durch Atemarbeit, Meditation und Yoga konnte ich diese Zeit jedoch erstaunlich gut bewältigen. Der Atem wurde einmal mehr zu meinem Anker.
 

Als Mutter von drei erwachsenen Töchtern, als Lehrperson mit langjähriger Erfahrung im Unterrichten von Kindern und im Leiten von Schulen, und als Mensch, der gelernt hat, mit herausfordernden Lebenserfahrungen wie Burnout und Krebs umzugehen, fühle ich mich heute zutiefst berufen, Menschen in anspruchsvollen Lebenssituationen oder Menschen, die sich mehr Tiefgang, Lebensfreude und Leichtigkeit in ihrem Leben wünschen, zu begleiten.


Der Atem verbindet all das – und öffnet Räume für Heilung, Wachstum und innere Freiheit.

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